DEUTSCHE ARBEITSGEMEINSCHAFT ENDLAGERFORSCHUNG

DAEF 2021 postponed:

DAEF 2022 Conference

21–23 March 2022, Cologne

Die Arbeitsgemeinschaft

ist offen für die Zusammenarbeit mit weiteren interessierten Forschungsinstitutionen

aus dem In- und Ausland.

  • Beteiligte Institutionen:

  • BGE TECHNOLOGY GmbH

    Weltweit fallen bei der Anwendung von nuklearen Technologien radioaktive Abfälle an. Unsere Motivation ist es, die sichere Entsorgung dieser Abfälle zu gewährleisten – unabhängig von wirtschaftlichen Interessen. Dazu bieten wir Dienstleistungen rund um die Themen Entsorgung radioaktiver Abfälle und ausgedienter Brennelemente sowie für angrenzende Fragestellungen an. Wir entwickeln Konzepte für Endlager für radioaktive Abfälle und testen dafür z. B. neue Technologien und Prozesse. Wir untersuchen und erproben neue Materialien für die Verfüllung und den Verschluss von Endlagern und Bergwerken. Unsere Kunden sind Endlagerorganisationen, Energieversorger sowie Ministerien und Behörden, internationale Organisationen und Forschungseinrichtungen. Wir liefern Ergebnisse im Rahmen generischer Forschungsprojekte bis hin zu spezifischen Detaillösungen für konkrete Anwendungen in Endlagerprojekten.  Unsere Expertise in Entsorgungsfragen nutzen wir ebenso für Beratungsleistungen zu Bergbauprojekten. Als unternehmerisch unabhängiges Tochterunternehmen der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) können wir sicherstellen, dass die Erfahrungen unserer Muttergesellschaft aus Planung, Entwicklung, Errichtung, Betrieb und Verschluss von Endlagern für sämtliche unserer Aktivitäten zur Verfügung stehen. Dieser Bezug zur Praxis stellt den besonderen Vorteil für unsere Kunden und Partner dar. Dabei sind wir uns aber durchaus bewusst, dass es zwingend notwendig ist, die individuellen, kundenspezifischen Anforderungen mit einzubeziehen. In Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern entwickeln wir maßgeschneiderte Lösungen für alle Fragestellungen rund um die Endlagerung. Wir sind weltweit stark vernetzt. Durch Mitwirkung an Endlagerprojekten in der ganzen Welt, den Austausch mit internationalen Experten und durch die Mitarbeit bei internationalen Organisationen (z. B. IAEO und OECD/ NEA) sind wir stets „up to date”, was die unterschiedlichen Entsorgungsprogramme betrifft. Damit ist gewährleistet, dass wir jederzeit den internationalen Stand von Wissenschaft und Technik berücksichtigen können und in der Lage sind, über internationale Projekte zu informieren. Kontakt: BGE TECHNOLOGY GmbHEschenstraße 55D-31224 Peine Tel.  +49 5171 43-1521Fax. +49 5171 43-1506E-Mail: info (at) bge-technology.de   

  • DMT GmbH & Co. KG

    Die DMT ist als Teil der TÜV NORD GROUP ein international tätiges, unabhängiges Ingenieur- und Consultingunternehmen mit Schwerpunkt auf den Gebieten Rohstofferkundung, Geo-Ingenieurwesen, Industrietechnik, Anlagen- und Produktsicherheit, Management radioaktiver Abfälle und Bergbau. Das Leistungsspektrum der DMT umfasst dabei die Beratung, Prüfung, Bewertung und Planung von Ingenieurleistungen unter gleichzeitiger Berücksichtigung von Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. DMT bietet Planungen zur sicheren Endlagerung radioaktiver Abfälle unter gleichzeitiger Berücksichtigung aller berg- und atomrechtlichen Anforderungen. Ergänzend ist DMT auch im Bereich des Rückbaus tätig.

    Die DMT GmbH & Co. KG, beschäftigt ca. 580 Mitarbeiter, wovon rd. 70 % Ingenieure und Naturwissenschaftler sind. Sie betreibt 16 behördlich anerkannte Fachstellen für Sicherheit und 3 akkreditierte Prüflaboratorien mit öffentlich bestellten und vereidigten sowie bergbehördlich anerkannten Sachverständigen.

    Die Suche nach geeigneten Standorten für Endlager, deren Errichtung und sicherer Verschluss stellt eine der Kernkompetenzen der DMT dar. Diese umfassen die Planung und Durchführung geophysikalischer Untersuchungen zur Standorterkundung sowie die geologische Bewertung von potentiellen Standorten. Für das Design eines Endlagers werden DMT-interne Kompetenzen aus allen benötigten Fachbereichen miteinander verbunden: So werden beispielsweise umfassende Kenntnisse in den Bereichen Radiologie, Strahlenschutz, Entsorgung mit Jahrzehnte langer Erfahrung im internationalen Bergbau verknüpft..

    Spezielle Erfahrungen liegen u. A. bei der Umnutzung von bestehenden Bergwerken zu Endlagern oder zur Rückholung von radioaktiven Abfällen aus bestehenden Lagern vor. DMT ist dabei in allen Planungstiefen von der Konzeptplanung über die Genehmigungsantragserstellung bis hin zur bis Ausführung im nationalen und international Bereich aktiv.

     

  • Forschungszentrum Jülich GmbH, IEK-6

    Forschungszentrum Jülich GmbH - Institut für Energie- und Klimaforschung –

    (IEK-6) Nukleare Entsorgung und Reaktorsicherheit

     

    Das Forschungszentrum Jülich (FZJ), das mit mehr als 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft zu den großen interdisziplinären Forschungszentren Europas gehört, betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Energie und Umwelt sowie Information und Gehirn. Der Institutsbereich für Nukleare Entsorgung und Reaktorsicherheit (IEK-6) im Institut für Energie- und Klimaforschung des FZJ ist dabei auf sicherheitsrelevante Fragestellungen der nuklearen Entsorgung und des Betriebs von Kernreaktoren fokussiert, unter Berücksichtigung der beschlossenen Energiewende.

     

    Im IEK-6 werden grundlegende und anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Charakterisierung, Behandlung und Entsorgung radioaktiver Abfälle, zur Endlagersicherheit, zur Entwicklung innovativer Entsorgungsstrategien sowie zu Sicherheitsaspekten des Betriebs nuklearer Systeme und zur internationalen Kernmaterialüberwachung durchgeführt. Dabei nehmen die Material-, Prozess- und Systemkompetenz einen hohen Stellenwert ein.

     

    Am IEK-6 und im FZJ steht für diese Forschungsarbeiten eine einzigartige Forschungsinfrastruktur zur Verfügung, um materialwissenschaftliche Aspekte der nuklearen Entsorgung und der tiefengeologischen Endlagerung, insbesondere auch des Verhaltens kernbrennstoffhaltiger und hochradioaktiver Abfälle unter Endlagerbedingungen experimentell und theoretisch aufzuklären und relevante Materialeigenschaften und Prozesse prognostizieren bzw. simulieren zu können.

     

    Komplementär zu den wissenschaftlichen Arbeiten stellen die Nachwuchsförderung sowie der Erhalt und die Weiterentwicklung von Know-how und Kompetenzen im Bereich der nuklearen Entsorgung und der Reaktorsicherheit einen Kernaspekt der Arbeiten im IEK-6 dar. Hierbei sind leitende Wissenschaftler des IEK-6 in Vorlesungen und Übungen insbesondere an der RWTH Aachen University sowie weiteren Universitäten im In- und Ausland eingebunden.

     

    Weitere Informationen

     

     

     

    Ansprechpartner

    Prof. Dr. Dirk Bosbach

    Leiter des Institutsbereichs

    Nukleare Entsorgung und

    Reaktorsicherheit (IEK-6)

    Foto: Forschungszentrum Jülich

  • Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH

    Die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH ist eine gemeinnützige und unabhängige Forschungs- und Sachverständigenorganisation auf dem Gebiet der nuklearen Sicherheit – hier ist die GRS seit 1977 Deutschlands zentrale Fachorganisation.

     

    Im Bereich der Entsorgung radioaktiver Abfälle decken die Kompetenzen der GRS den gesamten Entsorgungsweg ab. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Endlagersicherheitsforschung und der gutachterlichen Unterstützung von Behörden.

     

    In ihrem Endlagerforschungszentrum und im geowissenschaftlichen Labor führt die GRS Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu allen wesentlichen Aspekten der Endlagerung radioaktiver Abfälle durch. Daneben wirken Wissenschaftler der GRS an In-situ-Experimenten in internationalen Untertagelaboratorien mit. Die Erkenntnisse aus ihren Arbeiten setzt die GRS unter anderem bei der Entwicklung von Software und Datenbanken ein, mit denen Endlagerprozesse in Simulationen berechnet werden können. Den Schwerpunkt bilden Arbeiten zum Langzeitsicherheitsnachweis, für dessen Erstellung und Bewertung die GRS Methoden und Computerprogramme entwickelt. Im Zusammenhang mit der Standortsuche für ein Endlager entwickelt und erforscht die GRS Vorgehensweisen zum sicherheitstechnischen Vergleich von Endlagersystemen in unterschiedlichen Wirtsgesteinen.

     

    Neben ihrer Forschungsarbeit bewertet die GRS als Sachverständige für Behörden des Bundes und der Länder technisch-wissenschaftliche Fragestellungen im Rahmen der Aufsicht oder der Genehmigung und unterstützt das Bundesumweltministerium bei der Erarbeitung regulatorischer Grundlagen auf nationaler Ebene und in Fachgremien internationaler Organisationen.

     

     

    Ansprechpartner

    Dr. Jörg Mönig

    Leiter des Bereichs Endlagersicherheitsforschung

    Tel. +49 (0)531 8012 202

     

     

  • Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) – IRE

    Helmholtz-Zentrum Dresden – Rossendorf - Institut für Ressourcenökologie (IRE)

     

    Das Institut für Ressourcenökologie (IRE) ist eines der acht Institute des Helmholtz-Zentrum Dresden – Rossendorf (HZDR), welches am 1992 als Forschungszentrum Rossendorf gegründet wurde und zu Beginn des Jahres 2011 in die Helmholtz-Gemeinschaft wechselte.

     

    Die Forschungen des IRE richten sich auf den Schutz des Menschen und der Umwelt vor den Gefahren des Eintrags von Schadstoffen aus technischen Prozessen, die mit der Erzeugung von Energie und der Gewinnung von Rohstoffen verbunden sind. Schwerpunkte bilden die Ökologie der radioaktiven und nichtradioaktiven Metalle im Zusammenhang mit der Nuklearen Endlagerung, der Kernenergie-gewinnung und der Wertschöpfungskette für metallhaltige Rohstoffe.

     

    Die Forschungen zur Sicherheit von Nuklearen Endlagern im tiefen geologischen Untergrund sind auf die Untersuchungen zum Transportverhalten von radiotoxischen, langlebigen Radionukliden konzentriert. Der Einfluss von Biota, wie z. B. Mikroorganismen, wird dabei in Betracht gezogen. Ein umfassendes Wissen ist notwendig, um die Prozesse an den Geo-Bio-Grenzflächen zu beschreiben, die die Verteilung der langlebigen Radionuklide in den verschiedenen Biosystemen entlang der Nahrungskette bestimmen.

     

    Verschiedene spektroskopische, mikroskopische und biologische Methoden, die in den Strahlenschutz-bereichen installiert sind, stehen für die Forschungen im Institut und für externe Kooperationen zur Verfügung. Das Institut betreibt zudem eine radiochemische Experimentier¬einrichtung für die Strukturaufklärung mittels Röntgenabsorptionsspektroskopie, Rossendorf Beamline, an der Europäischen Synchrotron Anlage (ESRF) in Grenoble, Frankreich.

     

    Weitere Informationen

     

     

     

    Ansprechpartner

    Prof. Dr. Vinzenz Brendler Abteilungsleiter Grenzflächenprozesse, Institut für Ressourcenökologie (IRE)

     

     

    Foto: HZDR

  • IfG Institut für Gebirgsmechanik GmbH

    Das IfG Institut für Gebirgsmechanik GmbH wurde 1990 durch Mitarbeiter des ehemaligen Institutes für Bergbausicherheit Leipzig gegründet und kann auf mehr als vier Jahrzehnte kontinuierlicher Anwendungsforschung auf dem Gebiet der Gebirgsmechanik aufbauen. Das IfG ist eine unabhängige, international agierende Gesellschaft, die umfassenden geo-mechanischen und geotechnischen Service für den untertägigen Bergbau, die Untergrund-speicherung in Kavernen und die Endlagerung anbietet. Das IfG führt Forschungen zur Ent-wicklung grundlegender gebirgsmechanisch / geotechnischer Sicherheitskonzepte durch und erstellt Stand- und Langzeitsicherheitsnachweise im Rahmen von Entwurfskonzepten, Be-triebsplanverfahren, Raumordnungsverfahren und Planfeststellungsverfahren für den Hohl-raumbau im Gebirge sowie beim Erschließen, Gewinnen und Verwahren von Lagerstätten. Das IfG gewinnt Erkenntnisse über das Gebirgsverhalten durch In-situ-Messungen, verfügt über ein leistungsfähiges gesteinsmechanisches Labor und arbeitet an der Entwicklung fort-geschrittener Materialmodelle  für Computersimulationen zur Stabilität und Integrität von Ab-bausystemen, Kavernenspeichern, Untertagedeponien und für Endlagerbergwerke. Die enge Verbindung zwischen praktischen Untersuchungen, Begutachtungen und Forschung, zwi-schen Labor- und In-situ-Experimenten sowie mathematisch-physikalischer Durchdringung führt zu effektiven Lösungen in der Geomechanik.Weitere Informationen  

     

    Ansprechpartner

    Dr.- Ing. habil. Wolfgang Minkley

    Institut für Gebirgsmechanik GmbH

    Friederikenstraße 60

    04279 Leipzig

    Tel: 0341- 33 60 00

    Fax: 0341- 33 60 03 08

     

     

    Foto: IfG GmbH

     

  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – INE

    Karlsruher Institut für Technologie - Institut für Nukleare Entsorgung (INE)

     

    Das Institut für Nukleare Entsorgung (INE) gehört zum Großforschungsbereich des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), welches am 1. Oktober 2009 als Zusammenschluss des damaligen Helmholtz-Forschungszentrums Karlsruhe und der Universität Karlsruhe als eine der größten Forschungs- und Lehreinrichtungen Deutschlands und Europas gegründet wurde.

     

    Im INE werden im Rahmen gesellschaftlicher Vorsorgeforschung grundlegende und anwendungsorientierte FuE-Arbeiten zur sicheren Entsorgung radioaktiver Abfälle durchgeführt.

     

    Die Arbeiten in Forschung und Lehre beschäftigen sich dabei mit naturwissenschaftlich/technischen Aspekten der Behandlung und insbesondere der Endlagerung radioaktiver Abfälle, des Rückbaus kerntechnischer Anlagen sowie des individuellen Strahlenschutzes.

     

    Im INE stehen für die Forschungsarbeiten einzigartige Labore und Methoden zur Verfügung, um das Verhalten radioaktiver Stoffe für verschiedene Entsorgungskonzepte experimentell und theoretisch aufklären und prognostizieren zu können.

     

    Neben den wissenschaftlichen Arbeiten stellt sich das INE der Herausforderung, Know-how und Kompetenzen im Bereich der Radio-/Actinidenchemie zu erhalten und weiter zu entwickeln. Neben Vorlesungen und Übungen am KIT sind leitende Wissenschaftler des INE auch in Lehrveranstaltungen an anderen Universitäten eingebunden.

     

    Weitere Informationen

     

    Ansprechpartner

    Prof. Dr. Horst Geckeis

    Leiter des Instituts für Nukleare Entsorgung (INE)

    Foto: KIT

  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – ITAS

    Karlsruher Institut für Technologie - Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

     

    Das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) wurde am 1. Juli 1995 gegründet und gehört zum Großforschungsbereich des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Es ist die größte und traditionsreichste wissenschaftliche Einrichtung in Deutschland, die sich in Theorie und Praxis mit Technikfolgenabschätzung (TA) und Systemanalyse befasst.

     

    Von den über 100 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat etwa die Hälfte einen natur- oder ingenieurswissenschaftlichen, die andere Hälfte einen sozial- oder geisteswissenschaftlichen akademischen Abschluss.

     

    ITAS ist in das Forschungsprogramm der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF) eingebunden, wo seine Forschungsarbeiten konkret im Helmholtz-Programm »Technologie, Innovation und Gesellschaft« angesiedelt sind. Das ITAS führt darüber hinaus in großem Umfang Drittmittel- und Auftragsforschung durch. Zu den externen Auftrags- und Zuwendungsgebern gehören unter anderem das deutsche und europäische Parlament, die EU-Kommission, Bundes- und Landesministerien sowie Unternehmen und Verbände.

     

    Im Bereich der Endlagerforschung untersucht das ITAS im Projekt ENTRIA (»Entsorgungsoptionen für radioaktive Reststoffe. Interdisziplinäre Analysen und Entwicklung von Bewertungsgrundlagen«) zentrale nichttechnische Fragen des Themas. Darüber hinaus ist der Leiter des Instituts, Armin Grunwald, Mitglied der Kommission zur »Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe« des Bundestages.

     

    Weitere Informationen

     

    Ansprechpartner

    Prof. Dr. Armin Grunwald

    Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung

    und Systemanalyse (ITAS)

    Foto: KIT

  • Öko-Institut  e.V.

    Das Öko-Institut ist eine unabhängige Forschungs- und Beratungseinrichtung für eine nachhaltige Zukunft. Seit der Gründung im Jahr 1977 erarbeitet das Institut Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann.

     

    Fragen der Entsorgung radioaktiver Abfälle stellen einen Bearbeitungsschwerpunkt des Fachbereichs Nukleartechnik & Anlagensicherheit des Öko-Instituts dar. In nationalen und europäischen Forschungsprojekten befasst sich das Öko-Institut sowohl mit naturwissenschaftlich-technischen als auch mit organisatorischen und gesellschaftlichen Fragen der Endlagerung.

     

    Der interdisziplinären Zusammenarbeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Natur- / Ingenieurwissenschaften und der Sozialwissenschaften und des Umweltrechts kommt im Öko-Institut eine hohe Bedeutung zu. Diese interdisziplinären Teams entwickeln u.a. Vorschläge für Verfahrensabläufe, Akteursstrukturen und zur Einbeziehung von Stakeholdern und Öffentlichkeit auf dem Weg zur Realisierung eines Endlagers.

     

    Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Öko-Instituts sind in verschiedenen Fach-Kommissionen vertreten und präsentieren ihre Ergebnisse regelmäßig sowohl auf nationalen und internationalen Konferenzen als auch in Vorträgen und Gesprächen für die interessierte Öffentlichkeit. Sie leisten damit Beiträge zum wissenschaftlichen Austausch und zur Kommunikation mit einer Vielzahl von interessierten Akteuren in Politik und Gesellschaft.

     

    Weitere Informationen

    Ansprechpartnerin

    Dr. Melanie Mbah

     

    Bereich Nukleartechnik & Anlagensicherheit

    Öko-Institut e.V.

  • RWTH Aachen – Lehrstuhl für Endlagersicherheit (ELS)

    Der Lehrstuhl für Endlagersicherheit (ELS) der RWTH Aachen wurde als Institut für Nukleare Entsorgung und Techniktransfer (NET)  Ende 2008 gegründet und beschäftigt sich als interdisziplinäre Forschungseinrichtung mit der Entwicklung von Lösungen für den gesamten Bereich der Entsorgung radioaktiver Abfälle.

     

    Wichtigste Themen in Forschung und Entwicklung sind Nukleare Entsorgung und Rückbau, Waste Management & Technology Transfer sowie Nukleare Simulation.

     

    Die Forschungsteams beschäftigen sich unter anderem mit der Durchführung und Optimierung des Rückbaus kerntechnischer Anlagen, einem Bereich, der durch den Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 in Deutschland aktueller denn je ist.

     

    Die Entwicklung von Methoden zur zerstörungsfreien Prüfung radio- und chemotoxischer Inhaltstoffe in Abfällen sowie die endlagergerechte Behandlung radioaktiver Abfälle ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeiten am ELS.

     

    Die nukleare Sicherheits- und Entsorgungsforschung ist eines der ingenieurwissenschaftlichen Gebiete, in dem in besonders hohem Umfang numerische Verfahren und Simulationstechniken zum Einsatz kommen. Die Entwicklung und Anwendung von  Rechenprogrammen zur Simulation kerntechnischer Prozesse im komplexen Bereich des nuklearen Brennstoffkreislaufs runden das Forschungsspektrum des ELS ab.

     

    Der ELS ermöglicht außerdem mit dem Masterstudiengang Nuclear Safety Engineering die Ausbildung von hochqualifizierten Nachwuchskräften auf dem Gebiet der Kernenergie und des nuklearen Brennstoffkreislaufs. Der Studiengang wird in Kooperation mit der Fakultät für Maschinenwesen der RWTH Aachen, dem Lehrstuhl für Simulation in der Kerntechnik sowie dem Forschungszentrum Jülich angeboten und bietet durch die Einbindung zahlreicher Dozenten aus der Industrie einen starken Praxisbezug.

     

    Weitere Informationen

    Foto: RWTH Aachen

     

    Ansprechpartner

    Dr. Frank Charlier

    Leiter der Arbeitsgruppe

    Nukleare Entsorgung und Rückbau

  • Technische Universität Bergakademie Freiberg – Institut für Bergbau und Spezialtiefbau

    Das Institut für Bergbau und Spezialtiefbau gehört zur Technischen Universität Bergakademie Freiberg, die die älteste montanwissenschaftliche Hochschule der Welt ist (im Jahr 2015 wird das 250. Gründungsjubiläum gefeiert). Das Institut beschäftigt sich seit Jahren mit allen Aspekten des Bergbaus und seit ca. 15 Jahren auch mit Aspekten des Spezialtiefbaus in Forschung und Lehre.

     

    Theoretische, labortechnische und anwendungsorientierte Forschungsarbeiten zu Verschlussbauwerken von Untertagedeponien / Untertageversatzbergwerken und von Endlagern für radioaktive Abfälle stehen dabei im Vordergrund. Seitens des Institutes wurden in Kooperation mit verschiedenen Partnern insbesondere Technikumsversuche und Großversuche in den Bergwerken in Salzdethfurth, Sonderhausen und Teutschenthal durchgeführt. Die Arbeiten konzentrierten sich auf Großversuche im Salz. Ziel der Großversuche ist der Test von teilweise neu entwickelten Materialien und Konstruktionen zur langzeitsicheren Abdichtung von Schächten und Strecken gegen Wasserzutritt und Salzlösungszutritt. Das geomechanische und hydraulische Verhalten der entwickelten Verschlussbauwerke wird dabei theoretisch mittels numerischer Programme simuliert (Prognose und Nachrechnung).

     

    Das Institut verfügt über verschiedene Großgeräte und eine Technikumshalle sowie in Kooperation mit dem Institut für Geotechnik über ein geotechnisches Labor.

     

    Des Weiteren finden Forschungsarbeiten am Institut zu allen Aspekten des Bergbaus und teilweise des Spezialtiefbaus auch in Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern statt.

     

    Innerhalb des Diplom-Studienganges »Geotechnik und Bergbau« werden naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen gelehrt und an Studenten neueste Forschungsergebnisse vermittelt.

     

    Weitere Informationen

     

    Ansprechpartner

    Prof. Dr.-Ing. Wolfram Kudla

    Professur für Spezialtiefbau und Erdbau

    Foto: TU BA Freiberg

  • Technische Universität Clausthal (TUC) – Institut für Endlagerforschung (IELF)

    Am Institut für Endlagerforschung der TU Clausthal erfolgt eine interdisziplinäre Forschung zu Fragen der Endlagerung radioaktiver Abfälle, insbesondere der Standortcharakterisierung, der Standorterkundung, der geotechnischen Sicherheitssysteme, der Chemie salinarer Lösungen, der Hydrogeologie und -geochemie und des Langzeitsicherheitsnachweises.

     

    Weitere Schwerpunkte sind die Petrologie des oberen Erdmantels und der tiefen kontinentalen Kruste, hydrogeochemische Prozesse in tiefen Erdöl- und Geothermiereservoiren sowie in landwirtschaftlichen Einzugsgebieten, extraterrestrische Geochemie sowie Lagerstättenforschung zu metallischen Rohstoffen und deren Exploration.

     

    Das Institut umfasst die Fachgebiete

     

    • Endlagersysteme,

    • Geochemie-Mineralogie-Salzlagerstätten,

    • Geomechanik (kooptierendes Fachgebiet am Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik),

    • Hydrogeologie und -geochemie und

    • Lagerstätten und Rohstoffe.

     

    Schwerpunkte der akademischen Ausbildung sind der Bachelor-Studiengang »Geoenvironmental Engineering« und die Vertiefungsrichtung des Geoenvironmental Engineering Master-Studiengangs »Management und Endlagerung radioaktiver Abfälle«.

     

    Weitere Informationen

     

    Ansprechpartner

    Prof. Dr. Klaus-Jürgen Röhlig

    Leiter des Instituts

    für Endlagerforschung

    Foto: TU Clausthal

  • Universität Kassel – Fachgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie (A&O)

    Das Fachgebiet forscht und lehrt hinsichtlich der effizienten, gesunden und sicheren Gestaltung von Arbeitssystemen, Arbeitsmitteln und Arbeitsbedingungen. Einen Schwerpunkt bilden die kognitiven Anforderungen komplexer Systeme und ergonomische Produkt- und Produktionsgestaltung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Personalführung und Arbeitsorganisation sowie der Kompetenzentwicklung und Qualifizierung. Der dritte Schwerpunkt liegt in der sicheren und wirksamen Systemgestaltung unter Berücksichtigung technologischer, organisatorischer oder regulativer Veränderungen auf den Menschen und damit verbundener Anforderungen an Sicherheitsanalysen, Systemgestaltung und Verhaltensmodifikation.Hinsichtlich der Endlagerungs-Thematik werden insbesondere die Arbeiten zur menschlichen Zuverlässigkeit relevant. Diese erstrecken sich von der Beurteilung menschlicher Zuverlässigkeit in Sicherheitsanalysen mit Hilfe des CAHR Verfahrens, einer Datenbank mit menschlichen Zuverlässigkeitsdaten aus unterschiedlichen industriellen Anwendungen, über das Scanning-Verfahren zur sichereren und robusten Entscheidungsfindung in Planungsprozessen einer Organisation in ihrem Umfeld (behördlich, technisch, gesellschaftlich), der Bewertung von Organisationen hinsichtlich der Sicherheitskultur bis hin zur Entwicklung von entsprechenden Führungsverfahren und Trainingsstrukturen. Seit 2008 leitet Prof. Sträter den VDI Arbeitskreis Menschliche Zuverlässigkeit. Ferner war er in der europäischen Flugsicherung für die Sicherheitsfragen bei der Vereinheitlichung des europäischen Luftraumes zuständig. Im Ausschuss Reaktorbetrieb der Reaktorsicherheitskommission war er für die Bewertung von Betriebserfahrungen hinsichtlich menschlicher und organisatorischer Aspekte tätig. Weitere Informationen 

    Ansprechpartner

    Prof. Dr. habil. Oliver Straeter

    Universität Kassel

    Fachbereich Maschinenbau

    Arbeits- und Organisationspsychologie

    Heinrich-Plett-Straße 40

    34132 Kassel

    Tel: +49 561 804 4211

    Foto: Universität Kassel

  • Universität Stuttgart – ZIRIUS

    Universität Stuttgart, ZIRIUS – Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung

     

    ZIRIUS, das Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung ist ein fakultätsübergreifendes Forschungszentrum der Universität Stuttgart. Die zentrale Aufgabe des Zentrums besteht in der Anregung, Koordination und Durchführung von Forschungsvorhaben zu folgenden Themenbereichen:

     

    • Forschungen zur Risikoanalyse, zum Risikomanagement und zur Risikokommunikation im Umfeld von Globalisierung und Vernetzung mit Schwerpunkt Umwelt-, Klima- und Gesundheitsrisiken.
    • Innovationsforschung zu den sozioökonomischen und institutionellen Bedingungen von (technischen) Innovationsprozessen sowie zu den sozialen (ökonomischen, politischen, gesellschaftlichen) Voraussetzungen und Möglichkeiten soziotechnischer Transformationsprozesse.
    • Erforschung und Kommunikation des Zusammenhangs von ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Formen der künftigen nachhaltigen Energieversorgung.

     

    ZIRIUS versteht technisch-gesellschaftliche Veränderungsprozesse wie z.B. die Energiewende als systemisch vernetzte Veränderung von:

     

    • Technik,
    • Gesellschaftlicher Steuerung,
    • Organisation und
    • Verhalten

     

    Das Verständnis des Zusammenspiels dieser Komponenten erfordert die Zusammenarbeit von:

     

    • Natur- und Technikwissenschaften (zum Verständnis der technologischen Merkmale des Veränderungsprozesses und seiner Interaktion mit Naturprozessen),
    • Wirtschaftswissenschaften (zur effizienten Gestaltung des Veränderungsprozesses) und
    • Sozial- und Kulturwissenschaften (zum Verständnis des Verhaltens von Individuen und Gruppen in Bezug auf den Veränderungsprozess sowie zur Steuerung der Rahmenbedingungen).

     

    ZIRIUS verfolgt das Ziel, zum besseren Verständnis dieses komplexen Zusammenwirkens von Technik, Gesellschaftlicher Steuerung, Organisation und Verhalten im Kontext von technisch-gesellschaftlichen Veränderungsprozessen beizutragen.

     

    Weitere Informationen

     

  • Ständige Gäste

    • BASE (Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung),
    • Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR),
    • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi),
    • Projektträger Karlsruhe Wassertechnologie und Entsorgung PTKA-WTE (KIT),
    • Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM),
    • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
    • Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE).