DEUTSCHE ARBEITSGEMEINSCHAFT ENDLAGERFORSCHUNG

Die Arbeitsgemeinschaft

ist offen für die Zusammenarbeit mit weiteren interessierten Forschungsinstitutionen

aus dem In- und Ausland.

  • Beteiligte Institutionen:

  • DBE TECHNOLOGY GmbH

    Die DBE TECHNOLOGY GmbH ist ein 100 prozentiges Tochterunternehmen der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE), welche vom Bund mit der Erkundung, Planung, Errichtung und dem Betrieb der Anlagen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland beauftragt ist. Die DBE TECHNOLOGY GmbH wurde im Jahr 2000 gegründet, um das vielfältige Know-how der DBE außerhalb der vom Bund übertragenen Aufgaben in nationalen und internationalen Projekten mit dem Schwerpunkt Entsorgung radioaktiver Abfälle anzubieten und einzusetzen. Der Sitz der Firma ist in Peine (Niedersachsen). Die DBE TECHNOLOGY GmbH bündelt als Ingenieurgesellschaft die in über 35 Jahren erworbene Fachkompetenz der DBE in den Bereichen Kerntechnik, Bergbau, Geo- und Naturwissenschaften, Maschinenbau, Elektro- und Bauingenieurwesen. Diese Qualifikationen wurden durch Forschungs- und Entwicklungsprojekte für die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle und ausgedienter Brennelemente sowie die Planung, den Bau, den Betrieb und die Stilllegung von Endlagern für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbare Wärmeentwicklung gewonnen. Die DBE TECHNOLOGY GmbH entwickelt dieses Know-how kontinuierlich weiter. Daher gehört die Gesellschaft zu den international führenden Beratungs- und Ingenieurunternehmen im Bereich der Entsorgung radioaktiver Abfälle. Die Kernkompetenz der Gesellschaft umfasst alle Aspekte der Endlagerung radioaktiver Abfälle und ausgedienter Brennelemente, wie Standortuntersuchungen und –bewertungen, Endlagerkonzepte und –design, Bewertung der Endlager¬sicher¬heit in der Betriebs- und Nachbetriebsphase, Endlagertechnik sowie die Verfüll- und Verschlussmaßnahmen. Weitere Tätigkeitsgebiete sind die Entwicklung von Entsorgungsstrategien (Waste Management Konzepte) und die Planung von Entsorgungsmaßnahmen wie z.B.: Abfalldokumentation, Endlagerbehälter, Konditionierung und Zwischenlagerung). Weitere Informationen  

     

    Ansprechpartner

    Wilhelm Bollingerfehr

    Prokurist, Fachbereichsleiter Forschung & Entwicklung

     

     

    Foto: DBE TECHNOLOGY GmbH

  • Forschungszentrum Jülich GmbH, IEK-6

    Forschungszentrum Jülich GmbH - Institut für Energie- und Klimaforschung –

    (IEK-6) Nukleare Entsorgung und Reaktorsicherheit

     

    Das Forschungszentrum Jülich (FZJ), das mit mehr als 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft zu den großen interdisziplinären Forschungszentren Europas gehört, betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Energie und Umwelt sowie Information und Gehirn. Der Institutsbereich für Nukleare Entsorgung und Reaktorsicherheit (IEK-6) im Institut für Energie- und Klimaforschung des FZJ ist dabei auf sicherheitsrelevante Fragestellungen der nuklearen Entsorgung und des Betriebs von Kernreaktoren fokussiert, unter Berücksichtigung der beschlossenen Energiewende.

     

    Im IEK-6 werden grundlegende und anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Charakterisierung, Behandlung und Entsorgung radioaktiver Abfälle, zur Endlagersicherheit, zur Entwicklung innovativer Entsorgungsstrategien sowie zu Sicherheitsaspekten des Betriebs nuklearer Systeme und zur internationalen Kernmaterialüberwachung durchgeführt. Dabei nehmen die Material-, Prozess- und Systemkompetenz einen hohen Stellenwert ein.

     

    Am IEK-6 und im FZJ steht für diese Forschungsarbeiten eine einzigartige Forschungsinfrastruktur zur Verfügung, um materialwissenschaftliche Aspekte der nuklearen Entsorgung und der tiefengeologischen Endlagerung, insbesondere auch des Verhaltens kernbrennstoffhaltiger und hochradioaktiver Abfälle unter Endlagerbedingungen experimentell und theoretisch aufzuklären und relevante Materialeigenschaften und Prozesse prognostizieren bzw. simulieren zu können.

     

    Komplementär zu den wissenschaftlichen Arbeiten stellen die Nachwuchsförderung sowie der Erhalt und die Weiterentwicklung von Know-how und Kompetenzen im Bereich der nuklearen Entsorgung und der Reaktorsicherheit einen Kernaspekt der Arbeiten im IEK-6 dar. Hierbei sind leitende Wissenschaftler des IEK-6 in Vorlesungen und Übungen insbesondere an der RWTH Aachen University sowie weiteren Universitäten im In- und Ausland eingebunden.

     

    Weitere Informationen

     

     

     

    Ansprechpartner

    Prof. Dr. Dirk Bosbach

    Leiter des Institutsbereichs

    Nukleare Entsorgung und

    Reaktorsicherheit (IEK-6)

    Foto: Forschungszentrum Jülich

  • Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH

    Die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH ist eine gemeinnützige und unabhängige Forschungs- und Sachverständigenorganisation auf dem Gebiet der nuklearen Sicherheit – hier ist die GRS seit 1977 Deutschlands zentrale Fachorganisation.

     

    Im Bereich der Entsorgung radioaktiver Abfälle decken die Kompetenzen der GRS den gesamten Entsorgungsweg ab. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Endlagersicherheitsforschung und der gutachterlichen Unterstützung von Behörden.

     

    In ihrem Endlagerforschungszentrum und im geowissenschaftlichen Labor führt die GRS Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu allen wesentlichen Aspekten der Endlagerung radioaktiver Abfälle durch. Daneben wirken Wissenschaftler der GRS an In-situ-Experimenten in internationalen Untertagelaboratorien mit. Die Erkenntnisse aus ihren Arbeiten setzt die GRS unter anderem bei der Entwicklung von Software und Datenbanken ein, mit denen Endlagerprozesse in Simulationen berechnet werden können. Den Schwerpunkt bilden Arbeiten zum Langzeitsicherheitsnachweis, für dessen Erstellung und Bewertung die GRS Methoden und Computerprogramme entwickelt. Im Zusammenhang mit der Standortsuche für ein Endlager entwickelt und erforscht die GRS Vorgehensweisen zum sicherheitstechnischen Vergleich von Endlagersystemen in unterschiedlichen Wirtsgesteinen.

     

    Neben ihrer Forschungsarbeit bewertet die GRS als Sachverständige für Behörden des Bundes und der Länder technisch-wissenschaftliche Fragestellungen im Rahmen der Aufsicht oder der Genehmigung und unterstützt das Bundesumweltministerium bei der Erarbeitung regulatorischer Grundlagen auf nationaler Ebene und in Fachgremien internationaler Organisationen.

     

     

    Ansprechpartner

    Dr. Jörg Mönig

    Leiter des Bereichs Endlagersicherheitsforschung

    Tel. +49 (0)531 8012 202

     

     

     

     

    Dr. Klaus Fischer-Appelt

    Leiter der Abteilung

    Endlagerung

    Tel. +49 (0)221 2068 768)

     

     

  • Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) – IRE

    Helmholtz-Zentrum Dresden – Rossendorf - Institut für Ressourcenökologie (IRE)

     

    Das Institut für Ressourcenökologie (IRE) ist eines der acht Institute des Helmholtz-Zentrum Dresden – Rossendorf (HZDR), welches am 1992 als Forschungszentrum Rossendorf gegründet wurde und zu Beginn des Jahres 2011 in die Helmholtz-Gemeinschaft wechselte.

     

    Die Forschungen des IRE richten sich auf den Schutz des Menschen und der Umwelt vor den Gefahren des Eintrags von Schadstoffen aus technischen Prozessen, die mit der Erzeugung von Energie und der Gewinnung von Rohstoffen verbunden sind. Schwerpunkte bilden die Ökologie der radioaktiven und nichtradioaktiven Metalle im Zusammenhang mit der Nuklearen Endlagerung, der Kernenergie-gewinnung und der Wertschöpfungskette für metallhaltige Rohstoffe.

     

    Die Forschungen zur Sicherheit von Nuklearen Endlagern im tiefen geologischen Untergrund sind auf die Untersuchungen zum Transportverhalten von radiotoxischen, langlebigen Radionukliden konzentriert. Der Einfluss von Biota, wie z. B. Mikroorganismen, wird dabei in Betracht gezogen. Ein umfassendes Wissen ist notwendig, um die Prozesse an den Geo-Bio-Grenzflächen zu beschreiben, die die Verteilung der langlebigen Radionuklide in den verschiedenen Biosystemen entlang der Nahrungskette bestimmen.

     

    Verschiedene spektroskopische, mikroskopische und biologische Methoden, die in den Strahlenschutz-bereichen installiert sind, stehen für die Forschungen im Institut und für externe Kooperationen zur Verfügung. Das Institut betreibt zudem eine radiochemische Experimentier¬einrichtung für die Strukturaufklärung mittels Röntgenabsorptionsspektroskopie, Rossendorf Beamline, an der Europäischen Synchrotron Anlage (ESRF) in Grenoble, Frankreich.

     

    Weitere Informationen

     

     

     

    Ansprechpartner

    Dr. Vinzenz Brendler Abteilungsleiter Grenzflächenprozesse, Institut für Ressourcenökologie (IRE)

     

     

    Foto: HZDR

  • IfG Institut für Gebirgsmechanik GmbH

    Das IfG Institut für Gebirgsmechanik GmbH wurde 1990 durch Mitarbeiter des ehemaligen Institutes für Bergbausicherheit Leipzig gegründet und kann auf mehr als vier Jahrzehnte kontinuierlicher Anwendungsforschung auf dem Gebiet der Gebirgsmechanik aufbauen. Das IfG ist eine unabhängige, international agierende Gesellschaft, die umfassenden geo-mechanischen und geotechnischen Service für den untertägigen Bergbau, die Untergrund-speicherung in Kavernen und die Endlagerung anbietet. Das IfG führt Forschungen zur Ent-wicklung grundlegender gebirgsmechanisch / geotechnischer Sicherheitskonzepte durch und erstellt Stand- und Langzeitsicherheitsnachweise im Rahmen von Entwurfskonzepten, Be-triebsplanverfahren, Raumordnungsverfahren und Planfeststellungsverfahren für den Hohl-raumbau im Gebirge sowie beim Erschließen, Gewinnen und Verwahren von Lagerstätten. Das IfG gewinnt Erkenntnisse über das Gebirgsverhalten durch In-situ-Messungen, verfügt über ein leistungsfähiges gesteinsmechanisches Labor und arbeitet an der Entwicklung fort-geschrittener Materialmodelle  für Computersimulationen zur Stabilität und Integrität von Ab-bausystemen, Kavernenspeichern, Untertagedeponien und für Endlagerbergwerke. Die enge Verbindung zwischen praktischen Untersuchungen, Begutachtungen und Forschung, zwi-schen Labor- und In-situ-Experimenten sowie mathematisch-physikalischer Durchdringung führt zu effektiven Lösungen in der Geomechanik.Weitere Informationen  

     

    Ansprechpartner

    Dr.- Ing. habil. Wolfgang Minkley

    Institut für Gebirgsmechanik GmbH

    Friederikenstraße 60

    04279 Leipzig

    Tel: 0341- 33 60 00

    Fax: 0341- 33 60 03 08

     

     

    Foto: IfG GmbH

     

  • TÜV Rheinland ISTec GmbH – Institut für Sicherheitstechnologie

    tba

  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – INE

    Karlsruher Institut für Technologie - Institut für Nukleare Entsorgung (INE)

     

    Das Institut für Nukleare Entsorgung (INE) gehört zum Großforschungsbereich des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), welches am 1. Oktober 2009 als Zusammenschluss des damaligen Helmholtz-Forschungszentrums Karlsruhe und der Universität Karlsruhe als eine der größten Forschungs- und Lehreinrichtungen Deutschlands und Europas gegründet wurde.

     

    Im INE werden im Rahmen gesellschaftlicher Vorsorgeforschung grundlegende und anwendungsorientierte FuE-Arbeiten zur sicheren Entsorgung radioaktiver Abfälle durchgeführt.

     

    Die Arbeiten in Forschung und Lehre beschäftigen sich dabei mit naturwissenschaftlich/technischen Aspekten der Behandlung und insbesondere der Endlagerung radioaktiver Abfälle, des Rückbaus kerntechnischer Anlagen sowie des individuellen Strahlenschutzes.

     

    Im INE stehen für die Forschungsarbeiten einzigartige Labore und Methoden zur Verfügung, um das Verhalten radioaktiver Stoffe für verschiedene Entsorgungskonzepte experimentell und theoretisch aufklären und prognostizieren zu können.

     

    Neben den wissenschaftlichen Arbeiten stellt sich das INE der Herausforderung, Know-how und Kompetenzen im Bereich der Radio-/Actinidenchemie zu erhalten und weiter zu entwickeln. Neben Vorlesungen und Übungen am KIT sind leitende Wissenschaftler des INE auch in Lehrveranstaltungen an anderen Universitäten eingebunden.

     

    Weitere Informationen

     

    Ansprechpartner

    Prof. Dr. Horst Geckeis

    Leiter des Instituts für Nukleare Entsorgung (INE)

    Foto: KIT

  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – ITAS

    Karlsruher Institut für Technologie - Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

     

    Das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) wurde am 1. Juli 1995 gegründet und gehört zum Großforschungsbereich des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Es ist die größte und traditionsreichste wissenschaftliche Einrichtung in Deutschland, die sich in Theorie und Praxis mit Technikfolgenabschätzung (TA) und Systemanalyse befasst.

     

    Von den über 100 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat etwa die Hälfte einen natur- oder ingenieurswissenschaftlichen, die andere Hälfte einen sozial- oder geisteswissenschaftlichen akademischen Abschluss.

     

    ITAS ist in das Forschungsprogramm der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF) eingebunden, wo seine Forschungsarbeiten konkret im Helmholtz-Programm »Technologie, Innovation und Gesellschaft« angesiedelt sind. Das ITAS führt darüber hinaus in großem Umfang Drittmittel- und Auftragsforschung durch. Zu den externen Auftrags- und Zuwendungsgebern gehören unter anderem das deutsche und europäische Parlament, die EU-Kommission, Bundes- und Landesministerien sowie Unternehmen und Verbände.

     

    Im Bereich der Endlagerforschung untersucht das ITAS im Projekt ENTRIA (»Entsorgungsoptionen für radioaktive Reststoffe. Interdisziplinäre Analysen und Entwicklung von Bewertungsgrundlagen«) zentrale nichttechnische Fragen des Themas. Darüber hinaus ist der Leiter des Instituts, Armin Grunwald, Mitglied der Kommission zur »Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe« des Bundestages.

     

    Weitere Informationen

     

    Ansprechpartner

    Prof. Dr. Armin Grunwald

    Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung

    und Systemanalyse (ITAS)

    Foto: KIT

  • Öko-Institut  e.V.

    Das Öko-Institut ist eine unabhängige Forschungs- und Beratungseinrichtung für eine nachhaltige Zukunft. Seit der Gründung im Jahr 1977 erarbeitet das Institut Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann.

     

    Fragen der Entsorgung radioaktiver Abfälle stellen einen Bearbeitungsschwerpunkt des Fachbereichs Nukleartechnik & Anlagensicherheit des Öko-Instituts dar. In nationalen und europäischen Forschungsprojekten befasst sich das Öko-Institut sowohl mit natur-wissenschaftlich-technischen als auch mit organisatorischen und gesellschaftlichen Fragen der Endlagerung.

     

    Der interdisziplinären Zusammenarbeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Natur- / Ingenieurwissenschaften und der Sozialwissenschaften und des Umweltrechts kommt im Öko-Institut eine hohe Bedeutung zu. Diese interdisziplinären Teams entwickeln u.a. Vorschläge für Verfahrensabläufe, Akteursstrukturen und zur Einbeziehung von Stakeholdern und Öffentlichkeit auf dem Weg zur Realisierung eines Endlagers.

     

    Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Öko-Instituts sind in verschiedenen Fach-Kommissionen vertreten und präsentieren ihre Ergebnisse regelmäßig sowohl auf nationalen und internationalen Konferenzen als auch in Vorträgen und Gesprächen für die interessierte Öffentlichkeit. Sie leisten damit Beiträge zum wissenschaftlichen Austausch und zur Kommunikation mit einer Vielzahl von interessierten Akteuren in Politik und Gesellschaft.

     

    Weitere Informationen

     

    Ansprechpartnerin

    Dipl.-Ing. (BA) Beate Kallenbach-Herbert

    Leiterin des Bereichs

    Nukleartechnik & Analgensicherheit

    am Öko-Institut e.V.

     

     

  • RWTH Aachen – NET

    RWTH Aachen, Institut für Nukleare Entsorgung und Techniktransfer (NET)

     

    Das Institut für  Nukleare Entsorgung und Techniktransfer (NET) der RWTH Aachen wurde Ende 2008 gegründet und beschäftigt sich als interdisziplinäre Forschungseinrichtung mit der Entwicklung von Lösungen für den gesamten Bereich der Entsorgung radioaktiver Abfälle.

     

    Wichtigste Themen in Forschung und Entwicklung sind Nukleare Entsorgung und Rückbau, Waste Management & Technology Transfer sowie Nukleare Simulation.

     

    Die Forschungsteams beschäftigen sich unter anderem mit der Durchführung und Optimierung des Rückbaus kerntechnischer Anlagen, einem Bereich, der durch den Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 in Deutschland aktueller denn je ist.

     

    Die Entwicklung von Methoden zur zerstörungsfreien Prüfung radio- und chemotoxischer Inhaltstoffe in Abfällen sowie die endlagergerechte Behandlung radioaktiver Abfälle ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeiten am NET.

    Die nukleare Sicherheits- und Entsorgungsforschung ist eines der ingenieurwissenschaftlichen Gebiete, in dem in besonders hohem Umfang numerische Verfahren und Simulationstechniken zum Einsatz kommen. Die Entwicklung und Anwendung von  Rechenprogrammen zur Simulation kerntechnischer Prozesse im komplexen Bereich des nuklearen Brennstoffkreislaufs runden das Forschungsspektrum des NET ab.

     

    Das NET ermöglicht außerdem mit dem Masterstudiengang Nuclear Safety Engineering die Ausbildung von hochqualifizierten Nachwuchskräften auf dem Gebiet der Kernenergie und des nuklearen Brennstoffkreislaufs. Der Studiengang wird in Kooperation mit der Fakultät für Maschinenwesen der RWTH Aachen, dem Lehrstuhl für Simulation in der Kerntechnik sowie dem Forschungszentrum Jülich angeboten und bietet durch die Einbindung zahlreicher Dozenten aus der Industrie einen starken Praxisbezug.

     

    Weitere Informationen

    Foto: RWTH Aachen

     

    Ansprechpartner

    Dr. Frank Charlier

    Stellvertretender Institutsleiter des NET

    Leiter der Arbeitsgruppe

    Nukleare Entsorgung und Rückbau

  • Technische Universität Bergakademie Freiberg – Institut für Bergbau und Spezialtiefbau

    Das Institut für Bergbau und Spezialtiefbau gehört zur Technischen Universität Bergakademie Freiberg, die die älteste montanwissenschaftliche Hochschule der Welt ist (im Jahr 2015 wird das 250. Gründungsjubiläum gefeiert). Das Institut beschäftigt sich seit Jahren mit allen Aspekten des Bergbaus und seit ca. 15 Jahren auch mit Aspekten des Spezialtiefbaus in Forschung und Lehre.

     

    Theoretische, labortechnische und anwendungsorientierte Forschungsarbeiten zu Verschlussbauwerken von Untertagedeponien / Untertageversatzbergwerken und von Endlagern für radioaktive Abfälle stehen dabei im Vordergrund. Seitens des Institutes wurden in Kooperation mit verschiedenen Partnern insbesondere Technikumsversuche und Großversuche in den Bergwerken in Salzdethfurth, Sonderhausen und Teutschenthal durchgeführt. Die Arbeiten konzentrierten sich auf Großversuche im Salz. Ziel der Großversuche ist der Test von teilweise neu entwickelten Materialien und Konstruktionen zur langzeitsicheren Abdichtung von Schächten und Strecken gegen Wasserzutritt und Salzlösungszutritt. Das geomechanische und hydraulische Verhalten der entwickelten Verschlussbauwerke wird dabei theoretisch mittels numerischer Programme simuliert (Prognose und Nachrechnung).

     

    Das Institut verfügt über verschiedene Großgeräte und eine Technikumshalle sowie in Kooperation mit dem Institut für Geotechnik über ein geotechnisches Labor.

     

    Des Weiteren finden Forschungsarbeiten am Institut zu allen Aspekten des Bergbaus und teilweise des Spezialtiefbaus auch in Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern statt.

     

    Innerhalb des Diplom-Studienganges »Geotechnik und Bergbau« werden naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen gelehrt und an Studenten neueste Forschungsergebnisse vermittelt.

     

    Weitere Informationen

     

    Ansprechpartner

    Prof. Dr.-Ing. Wolfram Kudla

    Professur für Spezialtiefbau und Erdbau

    Foto: TU BA Freiberg

  • Technische Universität Clausthal (TUC) – Institut für Endlagerforschung (IELF)

    Am Institut für Endlagerforschung der TU Clausthal erfolgt eine interdisziplinäre Forschung zu Fragen der Endlagerung radioaktiver Abfälle, insbesondere der Standortcharakterisierung, der Standorterkundung, der geotechnischen Sicherheitssysteme, der Chemie salinarer Lösungen, der Hydrogeologie und -geochemie und des Langzeitsicherheitsnachweises.

     

    Weitere Schwerpunkte sind die Petrologie des oberen Erdmantels und der tiefen kontinentalen Kruste, hydrogeochemische Prozesse in tiefen Erdöl- und Geothermiereservoiren sowie in landwirtschaftlichen Einzugsgebieten, extraterrestrische Geochemie sowie Lagerstättenforschung zu metallischen Rohstoffen und deren Exploration.

     

    Das Institut umfasst die Fachgebiete

     

    • Endlagersysteme,

    • Geochemie-Mineralogie-Salzlagerstätten,

    • Geomechanik (kooptierendes Fachgebiet am Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik),

    • Hydrogeologie und -geochemie und

    • Lagerstätten und Rohstoffe.

     

    Schwerpunkte der akademischen Ausbildung sind der Bachelor-Studiengang »Rohstoff-Geowissenschaften« und die Vertiefungsrichtung des Geoenvironmental Engineering Master-Studiengangs »Management und Endlagerung radioaktiver Abfälle«.

     

    Weitere Informationen

     

    Ansprechpartner

    Prof. Dr. Klaus-Jürgen Röhlig

    Leiter des Instituts

    für Endlagerforschung

    Foto: TU Clausthal

  • Universität Stuttgart – ZIRIUS

    Universität Stuttgart, ZIRIUS – Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung

     

    ZIRIUS, das Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung ist ein fakultätsübergreifendes Forschungszentrum der Universität Stuttgart. Die zentrale Aufgabe des Zentrums besteht in der Anregung, Koordination und Durchführung von Forschungsvorhaben zu folgenden Themenbereichen:

     

    • Forschungen zur Risikoanalyse, zum Risikomanagement und zur Risikokommunikation im Umfeld von Globalisierung und Vernetzung mit Schwerpunkt Umwelt-, Klima- und Gesundheitsrisiken.
    • Innovationsforschung zu den sozioökonomischen und institutionellen Bedingungen von (technischen) Innovationsprozessen sowie zu den sozialen (ökonomischen, politischen, gesellschaftlichen) Voraussetzungen und Möglichkeiten soziotechnischer Transformationsprozesse.
    • Erforschung und Kommunikation des Zusammenhangs von ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Formen der künftigen nachhaltigen Energieversorgung.

     

    ZIRIUS versteht technisch-gesellschaftliche Veränderungsprozesse wie z.B. die Energiewende als systemisch vernetzte Veränderung von:

     

    • Technik,
    • Gesellschaftlicher Steuerung,
    • Organisation und
    • Verhalten

     

    Das Verständnis des Zusammenspiels dieser Komponenten erfordert die Zusammenarbeit von:

     

    • Natur- und Technikwissenschaften (zum Verständnis der technologischen Merkmale des Veränderungsprozesses und seiner Interaktion mit Naturprozessen),
    • Wirtschaftswissenschaften (zur effizienten Gestaltung des Veränderungsprozesses) und
    • Sozial- und Kulturwissenschaften (zum Verständnis des Verhaltens von Individuen und Gruppen in Bezug auf den Veränderungsprozess sowie zur Steuerung der Rahmenbedingungen).

     

    ZIRIUS verfolgt das Ziel, zum besseren Verständnis dieses komplexen Zusammenwirkens von Technik, Gesellschaftlicher Steuerung, Organisation und Verhalten im Kontext von technisch-gesellschaftlichen Veränderungsprozessen beizutragen.

     

    Weitere Informationen

     

    Ansprechpartner

    Prof. Dr. Dr. Ortwin Renn

    Direktor ZIRIUS

    Foto: Universität Stuttgart

  • Ständige Gäste

    • Bundesamt für Strahlenschutz (BfS),
    • Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR),
    • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi),
    • Projektträger Karlsruhe Wassertechnologie und Entsorgung PTKA-WTE (KIT),
    • Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM),
    • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).